Höherstufung

Wenn sich der Gesundheitszustand verschlechtert bzw. der Grad der Selbständigkeit abgenommen hat, ist die Einstufung in einen höheren Pflegegrad zu prüfen.

Der Ablauf bei der Einstufung in einen höheren Pflegegrad ist genauso wie bei der Erstbeantragung eines Pflegegrades.

Seit der Einführung des neuen Begutachtungssystems zum Jahresbeginn 2017 werden mentale Defizite (z.B. psychische Probleme bei Demenz) viel stärker bewertet.

Das liegt daran, dass auch wichtige Fragen der Selbstversorgung, des Umgangs mit Krankheiten oder Unfallfolgen (z. B. Medikation, Verbandwechsel, Begleitung bei Arztbesuchen) und des Alltagslebens (z. B. Gestaltung des Tagesablaufes, Kontaktpflege zu anderen Menschen) erstmalig oder stärker als bisher bei der Bewertung der Selbständigkeit berücksichtigt werden.

Auch bei geringfügigen Veränderungen, die für den Pflegebedürftigen oder die Pflegeperson gar nicht schwerwiegend ins Gewicht fallen, kann es sich daher lohnen, einen Höherstufungsantrag zu stellen.